Ziele

Das Projekt „DemoWa“ unterteilt sich in sieben Forschungsthemen, die sich mit unterschiedlichen Facetten der Thematik befassen. Alle werden gemeinsam von ArcelorMittal Bremen und der Jacobs University bearbeitet, wobei die Forschungsthemen 1 bis 4 sowie 6 und 7 schwerpunktmäßig der Jacobs University zugeordnet sind und Forschungsthema 5 vor Ort bei ArcelorMittal Bremen angesiedelt ist.

Im Folgenden werden die Forschungsthemen kurz vorgestellt.

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1. Alter und Arbeitsmotivation
Motivation verändert sich mit dem Alter. Jüngere Beschäftigte haben andere Anreize zum Lernen als Ältere. Das individuelle Lernen fördern kann nur, wer diese Unterschiede kennt – um sie geht es in Forschungsthema 1.

2. Leistungsmotivation am Arbeitsplatz
Worauf richte ich mein Lernen aus? Besteht mein Ziel beispielsweise darin, anspruchsvollere Aufgaben anzugehen oder durch eine andere Tätigkeit meinen Horizont und mein Können zu erweitern? Strebe ich nach mehr Verantwortung? Forschungsthema 2 untersucht, auf welche Weise individuelle Ziele lebenslanges Lernen steuern.

3. Belastung im Erwerbsprozess
Der demografische Wandel bringt neue Herausforderungen für Beschäftigte, Arbeitgeber, Sozialversicherungssysteme und die Gesellschaft. Während der Zeit im Erwerbsprozess gilt es immer wieder, körperliche und psychische Belastungen zu meistern. Ihre Bedeutung verändert sich mit dem Alter, gesundheitliche Auswirkungen können zunehmen. Maßgeschneiderte Angebote sind der Schlüssel, um Potentiale individuell und altersgerecht zu fördern.

4. Weiterbildung und Lernkompetenz
Lernen hängt weniger vom Gedächtnis ab als vom Zusammenspiel von Lernstrategien mit angemessenen Lerneinstellungen. Forschungsthema 4 wird Profile der Lernkompetenz mit der individuellen Lernleistung in Zusammenhang bringen und gezielte Fördermaßnahmen entwickeln.

5. Altersdifferenzierte Förderung von Lernkompetenz
Wie definiert sich Lernfitness? Das Forschungsthema 5 zielt darauf ab, zunächst wichtige Faktoren zu identifizieren, die einen Einfluss auf die Lernfitness haben. Dabei werden zwei Methoden kombiniert: Die Aufarbeitung der aktuellen Forschungsliteratur ergibt eine Zusammenstellung der wichtigsten Faktoren und deren Gewicht. Mithilfe qualitativer Interviews mit Mitarbeitern von ArcelorMittal Bremen werden diese Faktoren überprüft und ggf. um standortspezifische Größen ergänzt.

Darauf aufbauend wird ein Fragebogen zur Erhebung des allgemeinen Standes der Lernfitness an die Mitarbeiter verteilt. Aus diesem differenzierten Bild heraus werden Tools wie z. B. ein Trainingsverfahren entwickelt, das die Lernfitness fördern soll. Auch sind Maßnahmen auf Organisationsebene denkbar, die sich auf das Lernklima auswirken.

Ausführliche Informationen finden Sie hier.

6. Tätigkeitswechsel als eine wichtige Form berufsbegleitenden Lernens
Unter welchen Arbeitsbedingungen wirkt sich berufliche Mobilität (neuer Arbeitgeber, neuer Arbeitsplatz) positiv auf die Flexibilität, Lernbereitschaft und Lernfitness von älteren Arbeitnehmern aus?

  • Repräsentative Längsschnittanalysen von Arbeitnehmer-Kohorten (50+)
  • Entwicklung von Weiterbildungsmodulen für lernförderliche Tätigkeitswechsel

7. Weiterbeschäftigung nach dem Eintritt ins Rentenalter
Dieses Forschungspaket fokussiert sowohl die Weiterbeschäftigung nach dem Eintritt ins Rentenalter als auch die Rückkehr aus der Frührente: Hier sind Bedingungen des Erwerbslebens und auch individuelle Faktoren wichtig. Die Gesundheit kann durch Erwerbstätigkeit förderlich sein und gefördert werden. Trainings und Maßnahmen können all dies unterstützen. Diese werden theoriebasiert entwickelt und ihre Effektivität wissenschaftlich ausgewertet.

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