Stahlwerk

Der noch im Roheisen vorhandene Schwefel  ist im Werkstoff unerwünscht und wird in der Roheisenentschwefelung durch Zugabe von Fließkalk und Magnesium entfernt. Danach wird das entschwefelte Roheisen zum Konverter transportiert, wo der eigentliche Prozess zur Stahlumwandlung stattfindet.

Der Konverter wird mit Schrott und Roheisen befüllt und durch Anwendung des Linz-Donawitz-Aufblasverfahrens entsteht Rohstahl. Dieses Verfahren wurde in der Stadt Linz-Donawitz in Österreich erfunden.

Bei dem LD-Verfahren wird auf den entstehenden Rohstahl mit einer wassergekühlten Lanze reiner Sauerstoff aufgeblasen, um unerwünschte Begleitelemente zu verschlacken oder zu verbrennen. Beim Abstich werden dem Rohstahl Legierungsmittel zugegeben, um die gewünschte chemische Zusammensetzung und damit die wesentlichen Eigenschaften des Stahls einzustellen. Im Abstand von ca. 35 Minuten wird im Konverter aus Schrott und Roheisen  Rohstahl gekocht.

Im Metallurgischen Zentrum, der nächsten Station,  wird der Stahl durch Vakuumbehandlung und/oder durch Zugabe weiterer Legierungsmittel auf die gewünschte Stahlgüte veredelt.

In der Stranggießanlage wird der flüssige Stahl  über zwei vertikal oszillierende Kokillen in zwei Endlosstränge gegossen. Die Stränge werden nach Kundenwunsch auseinander geschnitten und es entsteht die Bramme, das Vorprodukt zum Coil.

Produktionsfilm Stahlwerk (WMV-Format)