Umweltschutzmaßnahmen bei ArcelorMittal Bottrop

Der Umweltschutz gehört neben der Arbeitssicherheit zu den wichtigsten Unternehmenszielen der ArcelorMittal Bremen GmbH. In der Vergangenheit wurde am Standort Bottrop der Kokerei mit rund 20 Mio. Euro kontinuierlich in Umweltschutzprojekte, wie zum Beispiel die Sanierung des Löschturms West im Jahr 2017 investiert. Aufgrund der Lage der Kokerei zu der Wohnbebauung, kann es zu Staubniederschlägen in der Nachbarschaft kommen, die auch von der Kokerei ausgehen.

Koksgruß:
Damit der Koks nach der Entnahme aus den Ofenkammern nicht verbrennt, wird er mithilfe der zwei Löschtürme gelöscht. Bei diesem Vorgang verdunstet etwa 1/3 des eingesetzten Wassers, welches in Form von Wasserdampf über den Schlot in die Luft entweicht. Dieser Wasserdampf kann jedoch noch Partikel des Kokses (sog. Koksgruß) enthalten. Nach der Sanierung des Löschturms West konnten die Staubemissionen ganz erheblich verringert werden. Dieses Ergebnis wird auch in diesem Jahr nach der Sanierung des Löschturms Ost erwartet.
Im Normalbetrieb (mit zwei Löschtürmen) wird der Löschturm Ost bei Ostwinden und der Löschturm West bei Westwinden angefahren, um die Staubimmissionen in der Nachbarschaft so gering wie möglich zu halten. Das heißt, es soll möglichst der Löschturm genutzt werden, der in Abhängigkeit von der Windrichtung, die größte Entfernung zur Nachbarschaft hat. Während der Sanierung, die noch bis Kalenderwoche 47 andauern wird, kann jedoch nur der Löschturm West, der näher an der Nachbarschaft in Batenbrock gelegen ist, angefahren werden. Außerdem gab es in diesem Jahr doppelt so viele Ostwindlagen wie im Durchschnitt (40 %), die in Kombination mit der Sanierung zu einer Staubimmission in der Nachbarschaft Batenbrock führten. Dies führte trotz eingehaltener Staubgrenzwerte zu einem erhöhten Beschwerdeaufkommen im Ortsteil Batenbrock.

Kohlestaub:
Aufgrund von Extremwetterlagen, wie hoher Trockenheit und starken Westwinden, kann es zu einer höheren Staubemission an dem Kohlemischbett kommen. Staubabwehungen schlugen sich in der Vergangenheit teilweise vor allem in der Nachbarschaft in Welheim nieder. Diese Beobachtungen zeigten einen Anpassungsbedarf an der Befeuchtungsstrategie im Mischbettbereich auf. Die Befeuchtungsanlagen wurden den auftretenden Extremwetterlagen teilweise nicht mehr vollumfänglich gerecht. Dementsprechend wurden sie optimiert. Um die Staubemissionen noch weiter zu verringern, werden zukünftig weitere Maßnahmen umgesetzt:
• Die Gummischürze des Absetzers, der die Mischbetten aufschüttet, wird optimiert, um den Materialstrom vor Windeinflüssen und damit vor Abwehungen besser zu schützen.
• Die Fallhöhe der Kohle auf das Mischbett ist nochmals reduziert worden.
• Bei starkem Wind wird der Aufhaldebetrieb automatisch unterbrochen.
• In einem ganztätigen Workshop wurde der gesamte Aufhaldungsprozess im Mischbettbereich in vier Teilprozesse untergliedert und weitere Staubminderungsmaßnahmen für jeden Teilschritt festgelegt. Es wird davon ausgegangen, dass damit die kokereispezifischen Staubniederschläge in der Nachbarschaft weiter spürbar reduzieren werden können.
ArcelorMittal ist sich der Verantwortung gegenüber der Umwelt, der Nachbarn und auch den Mitarbeitern bewusst und wird kontinuierlich gezielte Maßnahmen entwickeln und weiter in den Umweltschutz investieren. Wir werden über die ergriffenen Verbesserungsmaßnahmen offen und regelmäßig berichten.